Auszug aus der Geschichte der Sandgrube

Vom Mehrzweckgebäude zur Gaststätte „Zur Sandgrube“

Die Vorgeschichte des Hauses beginnt bereits im Jahr 1933. Jedoch erst in Folge des Wiederaufbaus 1952 und dem drängenden Wunsch der Portitzer Siedler aller Siedlungen, sich ein Kultur- und Versammlungszentrum im Ortsbereich zu schaffen, wurde eine solche Planung wieder aufgenommen. Im Jahr 1969 wurde dieser Plan wieder aufgegeben, da sich die Krätzberg- und Teichsiedlung zwischenzeitlich eigene Möglichkeiten schufen.

Trotzdem wurden im Jahr 1971 am heutigen Platz alte Barackenteile zu einer 10x12m großen „Hütte“ zusammengewerkelt, ohne Fußboden und sehr zugig. Mit einer weiteren Ausbaustufe im Jahr 1972 kam der Umstand zur Hilfe, dass die Portitzer Schule dringend Räume zur Schulspeisung benötigte. So gelang es dem Siederverein und der Schule, die Zuständigen der Stadt vom Bau eines „Mehrzweckgebäudes“ (MZG) zu überzeugen. Ein wichtiger Grund war auch die eigenständige Errichtung durch Eigenleistung. An den freiwilligen Aufbaustunden beteiligten sich 85% der Mitglieder mit 12.105 Stunden und 11.409 bezahlten Stunden. Auch die Lehrer und Schüler unterstützten das Projekt. Am 7. Oktober 1974 wurde Richtfest gefeiert.

Die Einweihung am 1. Mai 1975 des Klubraums und am 7. Oktober 1975 des Saales waren die Höhepunkte des Gemeinschaftswerkes. Die der Zeit entsprechende Nutzung vorrangige Nutzung war die Essensausgabe für Schüler und Rentner, Rentenzahlstelle und Büro des Abschnittsbevollmächtigten (ABV). Dazu kam die Nutzung für die Veranstaltungen des Siedlervereins bis hin zu privaten Feierlichkeiten. Auch die Gründung des PCC im Jahr 1985 inklusive der Veranstaltungen fand in diesen Räumen statt.

Mit der Wende 1989 änderten sich die Nutzungsbedingungen radikal. Übrig blieb nur noch der Siederverein und diverse private Veranstaltungen. Somit wurde im Jahr 2000 eine gewerbliche Dauernutzung angestrebt.

Der erste Betreiber Andreas Ihle (Juni 2001 – August 2003) nahm neben Umbauten aus die Namensänderung als Gaststätte „Zur Sandgrube“ vor. Im Anschluss übernahm Maria Behrens bis September 2006 das Haus. Danach erwarb der Verein das Haus zurück und verpachtete es ab Dezember 2006 an Irmgard Krosse, weithin bekannt als „Irmchen“. Sie führte das Haus bis zum Ende des Jahres 2019 neben dem Gaststättenbetrieb mit jeder Menge gut besuchter Veranstaltungen wie gemeinsame Sommerfeste, Silvesterpartys, Kabarettabende, Familienfeierlichkeiten und nicht zuletzt auch Veranstaltungen mehrerer Vereine. Damit hat sie sich einen herausragenden Platz in der Geschichte des Hauses erarbeitet.

Seit Januar 2020 führt nun Ute Rothe die Gaststätte „Zur Sandgrube“ und wird uns beweisen, dass dieses Haus als „soziokulturelles Zentrum“ für alle seine Besucher in Portitz mit Leben erfüllt ist.

Wir wünschen allen Besuchern einen angenehmen Aufenthalt in diesem Haus.

Ihr Siedlerverein Moränensiedlung e.v. und das Team der Gaststätte „Zur Sandgrube“.

Beitrag mit freundlicher Genehmigung des Siedlervereins Moränensiedlung (https://www.moraenensiedlung.de)